TSM – IBM Tivoli Storage Manager
Datensicherung und Desaster Recovery in Netzwerken
Mit IBMs Produktportfolio Tivoli Storage Manager bleiben kaum Wünsche offen, wenn es um umfassende Funktionalität für Backup und Archivierung in Netzwerken mit schneller Wiederherstellung bei Datenverlust geht. Insbesondere zeichnet sich die Software durch eine vergleichsweise breite Palette an sicherbaren Betriebssystemen und Anwendungen, Ressourcen schonende Techniken, umfassende Konfigurationsmöglichkeiten und höchste Skalierbarkeit aus. Der modulare Aufbau mit speziellen Lösungen etwa für die Wiederherstellung im laufenden Betrieb und auf abweichender Hardware oder für die Sicherung von Datenbanken oder Messaging-Systemen bietet wie kaum eine andere Software die Möglichkeit der gezielten Anpassung an die spezifischen Anforderungen des jeweiligen Unternehmens. Nachfolgend erhalten Sie einen Überblick über die Produkte der TSM-Familie.
Tivoli Storage Manager (Base)
Der Storage Manager ist die Basisanwendung in der TSM-Familie für die grundlegenden Backup- und Archivierungsfunktionen; Zusätzliche anwendungsspezifische Module, die weiter unten beschrieben werden, setzen auf ihm auf. Die Sicherung erfolgt im Client-Server-System, wobei der Server im Zusammenspiel mit einer DB2-Datenbank für die Verwaltung, Konfiguration und Dokumentation sämtlicher Sicherungsvorgänge zuständig ist; Als Backup-Clients kommen sowohl Server als auch Desktops in Frage, auf denen jeweils die Client-Software installiert wird. Mit dieser Grundarchitektur zeichnet sich das System durch eine hohe Leistungsfähigkeit, Skalierbarkeit (über 1 Milliarde Objekte verwaltbar!) und Differenzierungsmöglichkeiten aus. Unterstützt werden über 50 Betriebssysteme, von Intel-Rechnern über Unix bis hin zu Mainframes, hunderte Gerätetypen, darunter auch Netzwerkspeicher und virtuelle Maschinen und sämtliche gängigen Netztypen (Internet, LAN, WAN, SAN u.a.).
Der Storage Manager arbeitet mit einer inkrementellen Sicherung mit Versionierung, die bis auf die Dateienebene reguliert werden kann. Dabei werden nur neue oder geänderte Dateien erfasst und in den Speicherort geschrieben, so dass nicht jedes Mal ein Full Backup, d.h. eine komplette Übertragung der zu sichernden Daten notwendig ist und Ressourcen gespart werden. Gegenüber der noch verbreiteten Methode regelmäßiger Full-Backups mit inkrementeller Fortschreibung erbringt der Verzicht auf komplette Sicherungen eine Ersparnis an Speicher- und Netzwerk-Ressourcen beim Schreiben der Daten in die Storage Pools und noch mehr im Wiederherstellungsfall. Full Backups können aber freilich ebenfalls durchgeführt werden.
Die Archivierungsfunktion entspricht einer vollständigen Migration von bestimmten Dateien oder kompletten Datenbanken und Systemabbildern in den Storage Pool ohne Versionierung und unabhängig vom Verbleib der Dateien auf dem gesicherten Client und für einen längeren definierten Zeitraum, wobei die Daten (z.B. buchhalterische Verkehrszahlen) üblicherweise automatisch vom Ursprungsort entfernt werden.
Für die automatischen Backup- und Archivierungsläufe lassen sich umfassende, komplexe Richtlinien festlegen, die bestimmen, welche Daten wann, wo, wie lange und in wie vielen Versionen gesichert bzw. archiviert werden sollen; Die Zuordnungsebenen reichen von kompletten Domänen und Gruppen über bestimmte Geräte bis hinab zu einzelnen Dateien bzw. Dateitypen. Auch für bereits gesicherte bzw. archivierte Daten können nachträgliche Richtlinienänderungen vorgenommen werden. Zusätzlich zur serverseitigen Administration enthält auch der Client einen Scheduler.
Die Speicherung von Backups oder archivierten Daten findet in Storage Pools statt, die aus einer breiten Palette von über 500 unterstützten Sicherungslaufwerken (Platte, optische Medien, Band) flexibel zusammengesetzt werden können. Dabei kann mit der Hierarchical Storage Management-Funktion definiert werden, welche Daten unter bestimmten Bedingungen automatisch von einem Speichermedium auf ein anderes – etwa von einem Plattenspeicher auf Band – migriert werden sollen. Auch für Bandlaufwerke bietet der Storage Manager eine automatische Defragmentierungsfunktion durch Säuberung der Bänder von abgelaufenen Daten und Konsolidierung der verbleibenden Daten auf ein anderes Band, wodurch Speicherkapazität eingespart wird.
Die Lizenzierung des Storage Managers erfolgt über die Processor Value Units – einer Art Index der mit der Anzahl von Cores faktorierten Prozessorleistung – der zu sichernden Geräte. Beim Einsatz von virtuellen Maschinen kann die Lizenzierung auf die gesicherten VMs eingegrenzt werden.
Weitere Produktmerkmale
- Verwaltung und Konfiguration über Administrationskonsole oder Befehlszeile.
- Auswertung und Überwachung durch individuell anpassbare Berichte in verschiedenen Formaten (HTML, pdf u.a.).
- Sicherheit durch automatisierte Verschlüsselung der in den Storage-Pool geschriebenen Daten und Authentifizierung der Backup-Clients.
- Wiederaufnahme von unterbrochenen Sicherungs- und Wiederherstellungsvorgängen
- Schnelle Wiederherstellung mithilfe von Backup-Sätzen, die Dateien auf portablen Medien zusammenführen
- Integrierte, automatisierte Disaster-Recovery-Planungstools
- Zusammenführung von auf Band gesicherten Daten zur Zuordnung einer Bandgruppe auf einen einzelnen Benutzer oder eine Benutzergruppe
- optionale Komprimierung der gesicherten oder archivierten Daten.
Storage Manager Extended Edition
Neben den Funktionen von T’SM Base enthält die Extended Edition zusätzlich:
- Disaster Recovery Manager (s.u.)
- Umfangreichere Unterstützung für große Bibliotheken (> 4 Laufwerke / 48 Slots) und Tape-Backup
- Built-in Data De-Duplication zur Vermeidung von redundanten Daten und entsprechender Ersparnis an Speicherplatz
TSM for Mail / TSM for Databases / TSM for ERP / TSM for MS Sharepoint / TSM for Application Servers
Optionale Module für konsistentes anwendungsspezifisches Backup. Unterstützt werden die Mailingsysteme MS Exchange und IBM Lotus (Mail), Datenbanken von IBM, Microsoft und Oracle (Databases), SAP (ERP) und Websphere-Umgebungen (App. Servers).
TSM for Bare Machine Recovery
Modul für die Wiederherstellung auf abweichender Hardware
TSM Desaster Recovery Manager
Verwaltung von komplexen Wiederherstellungsvorgängen inklusive Off-Site Sicherungsorten
IBM Tivoli Storage for Space Management
Automatische, richtlinienbasierte Migration von Daten von aktiven Desktops und Servern in Archivierungspools und automatische Wiederherstellung am Ursprungsort mithilfe von ‚Platzhalterfiles‘, wenn die Daten dort angefordert werden. Dies kann etwa auf Basis der Art oder des Zeitraums der Inaktivität von Dateien geschehen. So kann auf den im laufenden Geschäftsbetrieb genutzten Geräten Speicherplatz eingespart werden.
Tivoli Storage Manager for Data Retention
Erweiterte Verwaltungsfunktionen für archivierte und gesicherte Daten inklusive Unterstützung für APIs mit Content Management-Systemen.
TSM FastBack
FastBack ist eine eigenständige Lösung für Block-Level-Backup von geschäftskritischen Windows-Servern mit rascher, unterbrechungsfreier Wiederherstellung im laufenden Betrieb und zur Anbindung von Filialen, wobei die Sicherung rein auf Platten erfolgt. Sie kann in Kombination mit einer umfassenden Backup-Lösung wie TSM oder, wenn nur Windows-Server zu sichern sind und auf Tapes verzichtet wird, auch standalone betrieben werden. Durch die progressiv-inkrementelle Block-Level-Sicherung kann auf die sonst notwendigen Backup-Fenster verzichtet werden; Im Verlustfall kann der Betrieb schon nach wenigen Minuten noch während der laufenden Wiederherstellung wieder aufgenommen werden. Wie beim ‘großen Bruder’ TSM können differenzierte Richtlinien für die automatische Sicherung festgelegt werden.
TSM FastBack for MS Exchange
Optionales Modul für die konsistente Sicherung von MS Exchange; Erlaubt u.a. die gezielte Wiederherstellung von einzelnen Exchange-Objekten wie Mails oder Kontaktlisten.
TSM FastBack for Bare Machine Recovery
Modul für die Wiederherstellung auf abweichender Hardware oder virtuellen Maschinen, etwa wenn die ursprüngliche Hardware nicht mehr funktionsfähig ist.
IBM Tivoli Storage Manager FastBack Center
Paket aus TSM FastBack und den beiden genannten Zusatzmodulen
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