vSphere 5 Lizenzierung
Die Lizenzierung von vSphere 5 basiert auf der Anzahl physikalischer CPUs und der Größe des virtuelle Speichers, dem vRAM. Sie müssen die CPU-Regel und die vRAM-Regeln anwenden, um die Zahl benötigter Lizenzen zu errechnen. Siehe auch: vSphere 5 FAQ – Lizenzierung.
CPU-Regel
Bei der CPU-Regel müssen die CPUs aller physikalischer Hosts (Server) addiert werden. Für jede CPU muss mindestens eine Lizenz angeschafft werden. Das gilt gleichermaßen für alle vSphere Editionen.
vRAM-Regel
Bei der vRAM-Regel wird der virtuelle Speicher aller VMs addiert und zwar pro vCenter Server. Die einzelnen Summen (je vCenter Server) sind der benötigte vRAM-Pool. Eine vCenter-Lizenz berechtigt je nach Edition zur Nutzung von 32 GB, 64 GB oder 96 GB vRAM. vRAM-Pools sind pro vCenter-Server bzw. vCenter-Server-Gruppe (linked mode) zu bilden. Wenn der benötigte vRAM-Pool größer als die Summe der Berechtigungen ist, müssen zusätzliche Lizenzen angeschafft werden. VMs, die mit vRAM über 96 GB konfiguriert sind, werden nur mit 96 GB gewertet.
Beispiel
Angenommen Sie haben 4 physische Server, die mit jeweils 4 CPUs ausgestattet sind. Nach der CPU-Regel müssen Sie 4 x 4 = 16 Lizenzen erwerben. Nehmen wir weiter an, dass Sie für die Verwaltung aller VMs einen vCenter Server nutzen, und dass Sie insgesamt 24 virtuelle Maschinen (Standard Edition) mit jeweils 16 GB vRAM ausführen. Die 16 Lizenzen (Standard, vRAM-Pool 32 GB/Lizenz) berechtigen für eine vRAM-Pool-Größe von 16 x 32 GB = 512 GB. Sie nutzen 24 x 16 GB = 384 GB, sind also im grünen Bereich. Würden Sie jedoch 20 von Ihren 24 VMs jeweils 32 GB vRAM zuweisen, dann sähe die Rechnung so aus: 4 x 16 GB plus 20 x 32 GB = 704 GB vRAM-Pool. Hier müssten 8 Lizenzen nachbestellt werden (704 GB / 32 GB = 22 Lizenzen und 22 – 16 = 8).
Compliance
VMware-Lizenzen müssen immer vorab erworben werden. Sie dürfen niemals den vRAM-Pool überschreiten oder zusätzliche CPUs nutzen, ohne vorher die benötigten Lizenzen zu kaufen. Die Größe des tatsächlich genutzten vRAM-Pool muss täglich als 365-Tagedurchschnitt der täglich genutzten vRAM-Maxima errechnet werden. Dieser Wert darf nicht überschritten werden.









