Auf Grund von unseren Promos “Microsoft Office Home & Business 2010 PKC Tiefstpreis” und “Microsoft Office Professional 2010 PKC Tiefstpreis” fragen viele Kunden, warum sie eigentlich die wesentlich teureren Microsoft Open Volumenlizenzen kaufen sollen, wenn die Product Key Card Versionen doch so viel günstiger sind. Man erwartet bei einer Volumenlizenz, wie der Name schon andeutet, Mengenrabatt und Preisvorteile. Dem ist aber nicht so, oder doch? Alles liegt im Auge des Betrachters, könnte man meinen, wenn man sich dem Heer von gutmeinenden Microsoft-Beratern und geschulten Vertriebspartnern aussetzt. Mindestens ein Gefühl der Unsicherheit bleibt jedoch nach den meisten Verkaufgesprächen bestehen. Dabei ist alles so einfach.

Die Office Versionen aus den Volumenlizenzprogrammen unterscheiden sich von den PKC-Versionen funktionell, preislich und lizenzrechtlich. Bei ihrer Entscheidung können Sie nicht einfach einen Feature-Vergleich anstellen, sondern müssen ebenfalls die Handhabung bei Installation, Update und lizenzrechtliche Aspekte berücksichtigen. Aber alles der Reihe nach. Schauen wir zunächst auf die Preise:

Preise für Microsoft Office 2010 PKC

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1509Microsoft Office 2010 Home & Business PKC344,98 €
1510Microsoft Office 2010 Professional PKC
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451,01 €

Preise für Microsoft Office 2010 Open-NL

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021-10257Microsoft Office 2013 Standard; Neulizenz; Open-NL441,82 €
79P-04749Microsoft Office 2013 Professional Plus; Neulizenz; Open-NL603,07 €

Ja, ich habe mir auch schon die Augen gerieben und nochmals auf den Bildschirm geschaut. Es ist aber wirklich so. Insbesondere zwischen der Office Home & Business und der Office Standard liegen monetäre Welten. Ich hatte Ihnen eingangs versprochen, dass doch alles so einfach sei und ich bleibe dabei. Einfach die billigste Version kaufen ist tatsächlich für viele Office-Anwender genau die richtige Wahl – für viele aber nicht für alle.

Reicht mir die günstige Office 2010 PKC?

Wenn Sie Office für eine kleine Organisation benötigen, sagen wir für 5 Arbeitsplätze, dann sollten Sie im allgemeinen mit den PKC-Versionen gut zurecht kommen. Vergleichen Sie die enthaltenen Office-Komponenten, denken Sie über das Zweitnutzungsrecht nach und wenn ein Terminal-Server für Sie kein Thema ist, dann schnell bei den Office PKC mit Promo-Preisen zuschlagen. Bei uns natürlich. Die Office 2010 Promos werden nicht ewig gelten und mit einem Klick (siehe Tabellen weiter oben) können Sie sich ihre Pakete sichern.

Noch einfacher ist die Entscheidung, wenn Sie Office für eine große Organisation anschaffen, sagen wir mit 1.000 Office Arbeitsplätzen oder mehr. Vergessen Sie PKCs, die sind in großen Umgebungen schlicht und ergreifend nicht handhabbar. Sie kommen um Volumenlizenzen nicht herum.

Ertappt. Ich habe etwas geschummelt. Die Entscheidung für oder gegen PKC ist in diesem Fall tatsächlich trivial, nicht jedoch die Wahl des besten Volumenlizenzprogramms. Open, Open Value, Open Value Subscription, Companywide, Select, EA sind einige Optionen. Sie reiben sich schon wieder die Augen? Warum man alle diese Lizenzarten braucht und warum es nicht einfach eine einzige Volumenlizenz gibt? Diese Frage müssen Sie an Microsoft richten. Wir haben uns die vielen Volumenlizenzen jedenfalls nicht ausgedacht. Wir helfen Ihnen jedoch gerne, den Weg durch das Labyrinth (oder Naturfreunden unter Ihnen durch den Lizenz-Dschungel) zu finden. Nicht hier an dieser Stelle, das würde den Rahmen dieses kleinen Artikels sprechen, dafür gerne am Telefon oder persönlich bei Ihnen im Haus.

OK, ich schweife ab. Zurück zum Thema.

Zweitnutzungsrecht

Zitat aus dem Lizenzkompass von Microsoft: “…Zusätzlich darf eine Kopie der Anwendungssoftware auf einem tragbaren Gerät zur Verwendung durch den einzigen Hauptnutzer des lizenzierten Geräts installiert werden (Zweitnutzungsrecht)…”

Sie fragen sich wann ein Gerät tragbar ist? Ich will jetzt nicht angeben aber ich trage problemlos meine alten Röhrenfernseher in den zweiten Stock. Vielleicht liegt die Beurteilung der “Tragbarkeit” im Ermessen des jeweiligen Prüfers. Auf der sicheren Seite sind Sie, wenn sie von einer schmächtigen Person ausgehen und sich auf Notebooks und noch kleinere Geräte beschränken. Nehmen Sie sich selbst als Hauptbenutzer des “tragbaren Gerätes” und nicht die Schwiegermutter oder den Arbeitskollegen. Dann müssen Sie auch keine schmächtigen Prüfer fürchten.

Das Zweitnutzungsrecht gilt nicht bei den Office PKC-Versionen. Ich reite hier ziemlich auf den Preisunterschieden herum, und die relativieren sich gewaltig, wenn man das Zweitnutzungsrecht benötigt! Beim Preisvergleich der Office Pro respektive Office Pro Plus verändert sich sogar das Vorzeichen. Was günstig scheint ist plötzlich teuer. Zwei Office Pro PKCs sind teurer als ein Office Pro Plus Open-NL.

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1510Microsoft Office 2010 Professional PKC
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79P-04749Microsoft Office 2013 Professional Plus; Neulizenz; Open-NL603,07 €

Nutzung über Terminal Server

Wenn Sie Office 2010 über Terminal Server bereitstellen möchten, haben Sie bereits die Aus-Karte gezogen. Bei allen Office 2010 PKC Versionen ist das verboten. Ihnen bleiben nur noch Volumenlizenzen. Wenn Sie heute für eine kleine Umgebung die Einführung von Terminal Diensten planen, sollten Sie diese Mehrkosten bei der Entscheidung berücksichtigen.

Produktaktivierung

Eines der wichtigsten Kriterien ist die Produktaktivierung. Bei kleineren Organisationen mit einigen wenigen PCs wird Office üblicherweise separat auf jedem PC von einem Datenträger oder über das Netzwerk installiert. Bei PKC-Versionen muss jede Installation einzeln aktiviert werden. Dreimal geht das über das Internet und dann nur noch telefonisch. Mit wachsender Zahl von PCs wird diese Art zu installieren umständlich und teuer.

Bei Open Lizenzen muss zwar auch jede Installation aktiviert werden, dies kann aber über Dienste wie dem KMS (Key Management Service) automatisiert werden. Für viele Organisationen ist das der einzige Grund, warum sie sich für die teureren Open-Lizenzen entscheiden. Übrigens für alle Schlauberger. Es gibt hier keinen legalen Work-Around! PKC heißt Einzelaktivierung von jeder Installation. Siehe dazu auch den nächsten Punkt über das Re-Imaging Recht.

Re-Imaging Recht

Zitat aus dem Dokument Microsoft Re-Imaging Recht im Volumenlizenzvertrag:
Re-imaging bedeutet das Anfertigen und Verteilen eines Images unter Verwendung von Volumen-lizenzmedien. Das Ziel ist es, das Abbild einer Standardkonfiguration zu erstellen, um es dann unternehmensweit einsetzen zu können. In den Volumenlizenzverträgen ist dieses Re-Imaging Recht enthalten. Bitte überprüfen Sie, ob dieses Recht in Ihrem Microsoft Lizenzvertrag ausdrücklich vermerkt ist, damit es für Sie Gültigkeit hat.

Gleich vorweg auch hier der Hinweis an alle schwäbischen “Cleverle”, zu denen ich übrigens auch gehöre. Es gibt keinen legalen Work-Around! Se dürfeds einfach ned mache! Es gab einmal in den guten, alten Zeiten die legale Möglichkeit einen Volumenlizenz-Datenträger plus Reimaging auch bei OEMs zu verwenden. Ja, es war einmal und früher war alles viel besser. Aber heute geht es eben nicht mehr.

Vielleicht haben Sie sich gewundert, warum Microsoft nun so viele Office-Editionen anbietet, die sich teilweise, vom Namen abgesehen, kaum unterscheiden? Und warum werden die dann noch auf verschiedene Lizenzprogramme und Vertriebswege exklusiv verteilt? Ich denke Sie ahnen jetzt die Antwort. Mit Volumenlizenz-Keys für die Produkte Office 2010 Standard oder Professional Plus lassen sich so natürlich – nun auch rechtlich abgesichert – keine Office Home & Business oder Professional installieren. Die Programme sind verschieden, und zwar nicht nur dem Namen nach, sondern auch tatsächlich durch die Zusammenstellung der Programmteile. Microsoft hat aus dem gerichtlichen OEM-Debakel anscheinend gelernt.

Downgrade-Recht

Sie sind noch dabei? Die Chancen steigen, dass Sie mit den günstigen PKCs davon kommen. Vielleicht nehmen Sie dabei größere Unannehmlichkeiten auf sich, wie umständliche Installation und Wartung oder aufwändige Verwaltung von vielen PKCs. Wenn Sie auch die Downgrade-Recht-Hürde nehmen, dann sieht es wirklich gut für Sie aus. Wir drücken die Daumen.

Wenn Sie sich jetzt fragen, warum sie ihre Software downgraden und eine alte Version einsetzen sollten, dann brauchen Sie vermutlich auch kein Downgrade-Recht. In größeren Organisationen können jedoch nicht immer alle Programmversionen synchron gehalten werden. Gründe sind Hardware-Restriktionen oder ganz banal, Käufe zu unterschiedlichen Zeitpunkten. Mit Office-Lizenzen aus Volumenlizenzprogrammen wie Select oder Open erhalten Sie ein Downgrade-Recht, bei PKC hingegen nicht.

Angenommen Sie haben noch Office 2003 im Einsatz, möchten aber innerhalb von 6 Monaten auf Office 2010 gehen. Sie könnten nun versuchen, für alle neuen PCs irgendwo alte Office am Markt zu erwerben (ich meinte natürlich nicht irgendwo sondern selbstverständlich bei uns). In 6 Monaten müssten Sie die kürzlich erworbenen Office entsorgen und neu kaufen. Haben Sie jedoch Office 2010 mit Downgrade-Recht entfällt der Neukauf in 6 Monaten und auf Grund des Downgrade-Rechts können Sie bis dahin die 2003-er Versionen installieren und verwenden.

Office PKC Hauptgewinn?

Sind haben es fast geschafft. Prüfen Sie nochmals die Liste mit den enthaltenen Office Produkten. Passt es immer noch? Wie wichtig ist Ihnen das Zweitnutzungsrecht? Wirklich egal? Sonst auch auf kein K.O.-Kriterium gestoßen? Dann gratulieren wir! Sie können Geld sparen und Office als PKC statt als Open Volumenlizenz kaufen. Natürlich bei Ihrem Spezialisten und zur Zeit noch, solange der Vorrat reicht, zu absoluten Spitzenpreisen!

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1509Microsoft Office 2010 Home & Business PKC344,98 €
1510Microsoft Office 2010 Professional PKC
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Und wenn Sie zu denen gehören, die Volumenlizenzen brauchen, dann seien Sie nicht traurig. Das Zweitnutzungsrecht entschädigt sie in vielen Fällen auch finanziell. Man bekommt ja fast zwei Office zum hohen Preis von einem Office.

Installationsrecht auf beliebigen PCs

Ein Leser hat unten einen wichtigen Kommentar abgegeben. Tatsächlich muss ich noch auf den Wunsch von Microsoft eingehen, die PKCs nur mit neuen PCs zu verkaufen. Ich interpretiere das als “Wunsch”, da Microsoft lange Zeit die Verkaufsprospekte und Informationen entsprechend aufgebaut hat. Wünsche gehen jedoch nicht immer in Erfüllung. Beispielsweise ging der langjährige Wunsch, den Vertrieb von OEM-Versionen an den Verkauf von PCs zu koppeln, nicht in Erfüllung. Siehe dazu BGH, Urteil v. 06.07.2000, Az. I ZR 244/97, CuR 2000, 651 (OEM-Urteil). Googeln sie mal. Ist interessant.

Das Urteil ist aus dem Jahr 2000, wirkt jedoch bis heute auf die gesamte Branche. Vielleicht hat es dazu beigetragen, dass Microsoft kürzlich folgende Meldung veröffentlicht hat (die Unterstreichung stammt von uns):

…The Microsoft Office Division will be refreshing the Office 2010 Product Key Card (PKC) packaging, messaging, sales guidance, and training in October 2011. Starting in October (aligned with your market’s Holiday refresh), the PKC will primarily be messaged as a one-user/one-PC SKU that can be sold and purchased with or without a PC, and used with any PC that meets the Office 2010 system requirements….

Und jetzt?

Es gibt noch ein paar Details und Aspekte, die wir bisher unerwähnt ließen. Die SA (Software-Assurance) wäre so ein Detail. Die gibt es nur für Volumenlizenzen. Dieser Artikel soll keinesfalls ein Beratungsgespräch mit unseren Microsoft-Spezialisten ersetzen. Ich wollte Sie nur für das unbedingt notwendige Gespräch mit unseren Lizenzberatern fit machen. Haben Sie das hier gelesen, können Sie hoffentlich dem Redeschwall und der Flut an Argumenten jeder soliden Microsoft Vertriebsabteilung standhalten, auch der Unsrigen. :-)

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