McAfees Sicherheitsprognose für 2010
Der Threat Prediction 2010 Report von McAfee skizziert neue Opfer und Vorgehensweisen von Cyberkriminellen. Ganz oben auf der Abschussliste stehen in diesem Jahr wahrscheinlich Adobe-Produkte. Schon im letzten Jahr nahmen Angriffe über Sicherheitslücken im Adobe Reader und Adobe Flash zu. McAfee sieht in dem komplizierten Update-Prozess der Adobe-Produkte sowie in mangelndem Sicherheitsbewusstsein der Benutzer Risiko-Faktoren, die Cyberkriminellen Tür und Tor öffnen. McAfee geht davon aus, dass Adobe-Produkte Microsoft-Produkte, die in den letzten Jahren das häufigste Ziel waren, in der Hitliste der Programme auf die die meisten Angriffe verübt werden, überholen wird.
Die Experten von McAfee haben außerdem weitere potentielle Opfer ausfindig gemacht: Soziale Netzwerke. Nachdem Soziale Netzwerke, wie Facebook und Twitter, 2009 enorm viel Zulauf genossen haben, werden die Cyberkriminellen 2010 vermutlich nachziehen. Das hat unter anderen auch den Grund, dass Google vermehrt gegen Klickbetrüger vorgeht. Wie schon 2009 werden Cyberkriminelle Anwendungen und Spiele der Plattformen attackieren.
HMTL5 bietet neue Möglichkeiten die Nutzer zu attackieren
Bei ihren Angriffen 2010 profitieren Cyberkriminelle von neuen Technologien, wie HTML5 oder dem geplanten Chrome OS von Google. Laut den Experten von McAfee bieten sich den Cyberkriminellen hier neue Möglichkeiten die Nutzer zu attackieren, beispielsweise über neuartige Malware. Die neue Technologie eröffnet die Möglichkeit über den Browser auch Offline-Anwendungen anzugreifen. Sobald HTML5 bei allen namenhaften Browsern implementiert ist, sind diese Möglichkeiten sogar plattform-unabhängig.
Botnetze und Phishing
Aber auch bereits bekannte Angriffsarten haben Hochkonjunktur: die Rede ist von Phishing und anderen Attacken auf Bankkonten. 2009 wurden vor allem neue Angriffswege ausprobiert, so dass in diesem Jahr mit ausgefeilteren Angriffsmethoden zu rechnen ist. Zum Beispiel wurden Online-Banking-Trojaner stark weiterentwickelt.
Auch Botnetze, übernommene und vernetzte “Zombie-Rechner”, die für Angriffe und Spam-Versand genutzt werden, werden im Jahr 2010 weiterhin eine große Rolle spielen. Allerdings, so vermuten die Experten von McAfee, wird sich die, bereits im letzten Jahr erkennbare, Entwicklung von Command-and-Control-Servern hin zu Peer-to-Peer-Strukturen fortsetzen. So sollen die verstärkten Bemühungen von Sicherheitsexperten und Behörden, Botnetze auszuschalten, ineffektiv gemacht werden.
Lesen Sie den kompletten Threat Prediction 2010 Report von McAfee (englisch).
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