TSM – Tivoli Storage Manager for Virtual Environments

Der IBM Tivoli Storage Manager for Virtual Environments unterstützt die Sicherung von VMware-Umgebungen im Wesentlichen durch Nutzung der vStorage APIs for Data Protection (VADP).

Vereinfacht dargestellt werden beim traditionellen Backup ohne spezielle VMware Unterstützung die verschiedenen virtuellen Maschinen (Gastsysteme bzw. Guests) auf File- und Applikationsebene gesichert und wieder hergestellt. Dazu werden in jedem Gastbetriebssystem Backup-Agenten installiert, die mit den TSM-Backup-Servern kommunizieren. Soweit so gut. Bis hierher unterscheidet sich die Sicherung von virtuellen und physikalischen Umgebungen noch nicht. Für kleine Infrastrukturen ohne hohe Anforderung an das Backup- bzw. Restore-Fenster ist das durchaus ein gangbarer Weg. Es geht aber besser.

Virtualisierte Infrastrukturen bieten gegenüber physikalischen Infrastrukturen mehr Möglichkeiten zur Optimierung von Backup-Vorgängen. Bei VMware sind das die Snapshot-Technologie und die vStorage APIs. Snapshots sind abstrahiert vollständige, eigenständige Kopien von virtuellen Maschinen, die zu bestimmten Zeitpunkten erstellt werden. Sie ermöglichen damit die schnelle Herstellung korrumpierter Systeme. Prinzipiell funktioniert das beim TSM for VE wie folgt:

Datensicherung mit vStorage APIs for Data Protection (VADP)
  1. Der TSM verbindet sich mit dem Server, der die zu sichernde virtuelle Maschine enthält,
  2. weist den Server an, einen Snapshot der VM zu erstellen,
  3. benutzt den Server, um Zugriff auf die virtuellen Platten und Dateien zu erhalten,
  4. sichert die Images der virtuellen Platten und Konfiguration der VM und
  5. weist abschließend den Server an, den Snapshot der VM zu löschen.
Restore mit VADP

Bei der Wiederherstellung gibt es die beiden mögliche Szenarien, eine VM auf einen bestimmten Stand zu bringen bzw. eine VM komplett neu herzustellen. Beginnen wir mit ersterem, also eine VM auf einen bestimmten Stand zu bringen:

  1. Der TSM weist den Server an, die betreffende VM herunterzufahren,
  2. benutzt den Server, um Zugriff auf die virtuellen Platten zu erhalten und
  3. stelle die Images der virtuellen Platten wieder her.

Oder die VM soll komplett wiederhergestellt werden:

  1. Der TSM weist den Server an, eine virtuelle Maschine mit den virtuellen Platten zu erstellen,
  2. nutzt dabei die zuvor gesicherte Konfiguration und
  3. stelle die Images der virtuellen Platten wieder her.

Vielleicht werden durch diese kurze und natürlich vereinfachte Darstellung der Arbeitsweise des TSM for VMware die unten folgenden Vorteile besser verständlich. Zuvor aber noch ein paar Worte zur vereinfachten Darstellung:

Natürlich werden bei den oben beschriebenen prinzipiellen Arbeitsweisen (die sich übrigens zwischen Mitbewerbern wie IBM, Veeam oder Symantec nicht wesentlich unterscheiden) keine Terabytes an kompletten virtuellen Maschinen und virtuellen Speichern im Sekundentakt kreuz und quer durch ihr SAN/LAN gejagt. VMware stellt die Basistechnologie zur Optimierung von Backup-Systemen zur Verfügung. Miteinander konkurrierende Hersteller wie IBM, Veeam oder Symantec entwickeln jeweils Ihre eigenen Backup-Systeme mit individuellen Stärken und Schwächen. Allen gemeinsam ist der effektive Umgang mit System- und Netzwerk-Ressourcen und Backup- bzw. Restore-Fenstern.

Vorteile des TSM for Virtual Environments
  • Zentralisierte Verwaltung: Zunächst einmal kommen Sie ohne Agenten in den virtuellen Maschinen aus. Das mag bei ein paar VMs noch kein schlagendes Argument sein. Bei einigen Hundert oder Tausend ESX/ESXi Servern wird diese Tatsache aber einen ganz anderen Stellenwert bekommen.
  • Geschwindigkeit und Effizienz: Es werden inkrementelle, blockbasierte Backups mit Hilfe der vStorage APIs for Data Protection erstellt. Das ermöglicht ein sehr schnelle Datensicherung und Wiederherstellung. Komplette Server können innerhalb von wenigen Minuten wieder in Betrieb genommen werden.
  • Vereinfachte Verwaltung: Neue virtuelle Maschinen werden automatisch gefunden und können ohne manuelles Eingreifen in den Backup-Prozess mit aufgenommen werden.
  • Server-Entlastung: Ressourcen-intensive Backup-Prozesse können auf einen oder mehrere vStorage Backup Server verlagert werden.
  • Unterbrechungsfreier Betrieb der VMs: Snapshots werden mit einem geringen Einfluss auf den Betrieb der virtuellen Maschinen erstellt.
  • Granulare Wiederherstellung: Es können einzelne Dateien, oder in nahezu Echtzeit (near instant restore, wenige Minuten) ganze Volumen oder vollständige virtuelle Maschinen wiederhergestellt werden.
  • Integration in TSM: Die zusätzlichen Vorteile der TSM-Umgebung bleiben erhalten.

Kommen wir nun zu den Kosten:

Preise vom Tivoli Storage Manager for Virtual Environments

Denken Sie daran, dass wir hier nur unsere Listenpreise abbilden. Wenn Sie ein konkretes Angebot benötigen, dann können sie natürlich anrufen oder online über das kleine Warenkorbsymbol ein Angebot anfordern. Sie können dort auch Fragen stellen oder technische Unterstützung anfragen. Also telefonieren, mailen oder klicken – ganz wie sie mögen.

Bezeichnung
IBM TIVOLI STORAGE MANAGER FOR VIRTUAL ENVIRONMENTS 10 PROCESSOR VALUE UNITS (PVUS) LICENSE + SW SUBSCRIPTION & SUPPORT 12 MONTHS
SKU: D0I2SLL

Sie erinnern sich nicht mehr an alle Details zur Lizenzierung von IBM Software? Da sind sie sicher nicht alleine. Es folgt eine kurze Zusammenfassung:

Zunächst zu dem oben aufgeführten Produkt. Das ist die Neulizenz. Dazu muss ich nicht viel sagen, außer vielleich, dass Sie sich nicht zu früh über den geringen Preis freuen sollten. Das ist der Preis von 10 PVUs oder ausgeschrieben Processor Value Units. Auf unserer TSM-Seite finden Sie übrigens weitere Preise.

PVUs in traditionellen, physikalischen Umgebungen geben schon genug Anlass zum Grübeln. In virtuellen Umgebungen führt das üblicherweise zum Haareraufen mit allen negativen Konsequenzen. Bei dem TSM for VM müssen Sie sich zum Glück diesbezüglich keine übermäßigen Sorgen machen. Die Basis zur Berechnung der PVUs ist schlichtweg die Summe der physikalischen Hardware (CPU-Cores plus cpu-modellabhängiger Faktor), auf der die zu sichernde virtuelle Umgebung läuft. Ich „verdeutsche“ das mal. Vielleicht hilft ein Beispiel:

Angenommen, Sie haben 5 virtuelle Maschinen in einem aus 2 physikalischen Maschinen bestehenden VSphere Cluster. Dann müssen Sie jeden Prozessor-Kern mit dem richtigen, cpu-modellabhängigen Faktor multiplizieren und darüber die Summe bilden. Das sind die benötigen und zu bezahlenden PVUs. Angenommen, Sie haben 8 Intel Itanium Quadcore CPUs gezählt. Jeder Kern in so einer CPU wird mit dem Faktor 100 bewertet. Sie kommen also auf 8 (CPUs) x 4 (Kerne) = 32 (Kerne) * 100 (Bewertungsfaktor) = 3.200 PVUs. Die dürfen Sie nun zum Glück nochmals durch 10 teilen, weil der Preis ja in 10er-PVU-Päckchen angegeben ist. Bei 30,83 € pro 10 PVUs kommen Sie auf 9.865,60 €. Die frohe Botschaft bei der Geschichte ist, dass Sie bei uns gute Rabatte bekommen. Einfach anfragen.

Backup-Server, die üblicherweise nicht virtualisiert werden, sind ausgenommen. Ich gehe hier auch davon aus, dass Sie ihre IT bereits heute mit TSM sichern und ausreichend lizenziert sind. Wenn Sie TSM Neukunde sind und noch gar keine Lizenzen besitzen oder die Infrastruktur geändert haben, dann kommen (eventuell) weitere Kosten für die Basislizenzierung hinzu. In diesem Fall sollten Sie uns wirklich anrufen. Unsere Berater erstellen Ihnen gerne korrekte und optimierte Angebote.

Nutzen Sie gerne für Fragen, Anregungen, Korrekturen etc. die interaktiven Funktionen ganz unten.

Autor: Software-Express Team |

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