Windows Server 2019 Lizenzierung

Letzte Aktualisierung: 23.07.2020

Der Windows Server 2019 wird nach Cores/Prozessorkernen lizenziert. Dazu werden Zugriffslizenzen benötigt. Auf dieser Seite erklären wir die Lizenzierung der beiden Haupt-Editionen (Standard und Datacenter), der Essentials Edition und die benötigten CALs.

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Lizenzierung von Windows Server 2019

Die Lizenzierung des Windows Server 2019 ist Editionsabhängig. Je nach Edition gibt es andere Lizenzierungsarten:

Unten stehend erklären wir Ihnen die die Lizenzierungsarten und was es zu beachten gilt.

Lizenzierung nach Cores und Zugriffe (CAL)

Der Windows Server 2019 wird nach Cores lizenziert. Dazu werden Zugriffslizenzen benötigt. Das heißt, zusätzlich zu den Core-Lizenzen werden für alle Nutzer und Geräte die auf den Windows-Server zugreifen Zugriffslizenzen (Client Access License – CAL) benötigt. Diese können nach Nutzern (User CAL) oder Geräten (Device CAL) lizenziert werden. User CALs bieten sich an, wenn ein Nutzer von mehreren Geräten auf den Server zugreift, Device CALs sind günstiger, wenn mehrere Nutzer über ein Gerät zugreifen.

Achtung: Zugriffslizenzen sind Versionsabhängig! Windows Server 2016 CALs sind nicht für den Zugriff auf einen Windows Server 2019 geeignet.

Core-Lizenzierung im Detail

Windows Server 2019 Standard und Datacenter werden nach Cores lizenziert, der Essentials Server nicht. Für die Lizenzierung der Server gilt:

  • Jeder Prozessorkern der ausführenden Hardware muss lizenziert werden. Läuft der Windows Server auf eine Hardware mit 16 Cores, müssen genau 16 Cores lizenziert werden.
  • Es müssen mindestens 8 Cores je Prozessor lizenziert werden. Bei Hardware mit beispielsweise 4 Prozessoren, die aus jeweils 4 Cores bestehen, müssen auf Grund dieser Mindestanforderung 4 x 8, also 32 Cores lizenziert werden.
  • Es müssen mindestens 16 Prozessorkerne pro Server lizenziert werden. Die Minimum-Lizenzierung ist also 16 Cores. Kommt eine Hardware mit weniger Cores zum Einsatz, müssen dennoch 16 Cores lizenziert werden.
  • Kaufen kann man Prozessorkernlizenzen in 2-Core und 16-Core Lizenzpaketen. Am häufigsten werden 16 Cores lizenziert. Die 2-Core-Lizenzen werden in der Regel dazu verwendet, um die benötigten Cores genau bzw. korrekt zu lizenzieren. Sie können bei der Hardware mit 20 Cores entweder 1x 16 Core-Lizenz und 2×2 Core-Lizenzen erwerben, oder 10×2 Core Lizenzen. Es macht keinen Unterschied, ist aber übersichtlicher wenn man die 1. Variante nimmt.
  • Lizenzpakete bleiben zusammen. Die Lizenzen können nicht aufgeteilt werden, das Nutzungsrecht gilt nur für den lizenzierten Server. Das heißt die VMs dürfen nur auf den lizenzierten Server ausgeführt werden.
  • Nachlizenzierung bei neuer Hardware möglich. Wenn Sie eine neue Hardware kaufen und diese mehr Cores hat wie die alte Hardware, kann nachlizenziert werden und sie benötigen keinen Neukauf aller Lizenzen. Bei neuer Hardware bzw. Austausch muss allerdings die 90-Tage Regelung (Lizenzverschiebung) beachtet werden, mit Ausnahme des Desaster Falls.
  • Nachlizenzierung bei Aufrüstung möglich. Bei zusätzlicher Hardware Anschaffung auf dem lizenzierten Server kann nachlizenziert werden. Die 90-Tage Regelung gilt nicht, da die Lizenzen nicht verschoben werden müssen. Wenn Sie alles aber auf einem anderen Server verschieben wollen, dann greift diese Regelung wieder (siehe Nachlizenzierun bei neuer Hardware).

Varianten der CALS

  • User CALs Eine User CAL gestattet einem Benutzer, eine natürliche Person z.B Mitarbeiter der Firma, den Zugriff auf alle Windows Server im Unternehmen. User CALs müssen einem Benutzer zugewiesen werden und sind nicht beliebig übertragbar (keine Floating License). Die Versionierung muss ebenfalls beachtet werden. Welches Gerät zugreift ist unerheblich.
  • Device CAL Eine Device CAL ermöglicht einem Gerät (Rechner, Scanner, Sensor, Leitstand) den Zugriff auf alle Windows Server im Unternehmen. Device CALs müssen einem Gerät zugewiesen werden und sind nicht beliebig übertragbar (keine Floating License). Die Versionierung muss ebenfalls beachtet werden. Welcher Benutzer das Gerät benutzt ist unerheblich.
  • Hinweis: CALs dürfen nicht auf neuere Server zugreifen. Bei der Anschaffung von neuen Versionen, zum Beispiel eines Windows Server 2019, können 2016er CALs oder älter nicht mehr verwendet werden. Umgekehrt darf man jedoch mit 2019er CALs auf ältere Server 2016 oder früher zugreifen.

Preise für die CALs finden Sie auf unserer Windows Server 2019 CAL Seite.

Lizenzierung des Windows Server 2019 Essentials

Die Essentials Edition wird im Gegensatz zur Standard und Datacenter Edition nicht core-basiert, sondern server-basiert lizenziert. Jede Organisation kann nur einen einzigen Windows Server 2019 Essentials einsetzen. Technisch gesprochen: In einem Netzwerk kann nur ein Essentials Server betrieben werden, weil jeder Essentials Server gleichzeitig Domain Controller sein muss. Der Einsatz ist auf Server mit maximal zwei CPUs eingeschränkt. CALs werden nicht benötigt. Es gibt jedoch ein Limit von 25 Benutzern und 50 Geräten. Die Einhaltung des Limits wird über den Domain Controller sichergestellt.

Die Essentials Edition kann damit nur in kleineren Organisationen und Umgebungen eingesetzt werden.