vSphere 6 Lizenzierung

Eine Übersicht der VMware-Produkte und -Preise, sowie Informationen zum Kauf und zur Lizenzierung.




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VMware ändert gerne und häufig die Lizenzierungsregeln von vSphere und anderen Produkten. Die nun seit September 2012 geltenden Regelung ist immerhin eine deutliche Vereinfachung. Wollen wir an dieser Stelle also nicht meckern. Die komplizierte vRAM-Regelung wurde ersatzlos gestrichen. Die neuen einfacheren Lizenzregeln gelten übrigens nicht nur für die vSphere 5.1 Versionen sondern rückwirkend auch für ältere vSphere 5 Lizenzen. Sie können seit September die VMware vRAM-Lizenzierung komplett vergessen und aus Ihrem Gedächtnis streichen. Für vSphere 4.x Lizenzen gelten allerdings weiterhin die 4.x Lizenzbestimmungen. Was bedeutet das alles nun konkret?

Es zählen nur noch CPUs

Angenommen Sie haben 5 ESXi Hosts. Einer sei mit 2 Quad-Core-CPUs und die anderen mit jeweils 4 Quad-Core-Prozessoren ausgestattet. Das sind in der Summe 18 CPUs. Folglich benötigen Sie genau 18 vSphere Lizenzen. Keine Rolle für die Lizenzierung spielen beispielsweise der physikalische RAM, der virtuelle RAM, die Anzahl der Prozessorkerne oder die Anzahl installierter VMs.

vSphere License Key

An den Lizenzschlüsseln hat sich nichts geändert. Ein vSphere License Key besteht weiterhin aus 25 Zeichen und enthält codierte Informationen über die vSphere Edition oder das Kit und die Anzahl der lizenzierten CPUs. Weitere Server- oder Hardware-Abhängigkeiten sind nicht enthalten.

vSphere Editionen

Bei allen vSphere Editionen (Standard, Standard with Operations Management, Enterprise, Enterprise Plus) gelten die selben Lizenzregeln. Die Edition haben jedoch unterschiedliche vCPU Berechtigungen. Die Standard Editionen unterstützt bis zu 8 vCPU/VM, die Enterprise Edition bis zu 32 vCPU/VM und die Enterprise Plus bis zu 64 vCPU/VM. Zur Erinnerung (vereinfachte Darstellung): Eine vCPU wird nicht auf einen physikalischen CPU Sockel sondern auf ein Prozessor-Kern abgebildet.

vSphere Hypervisor

Der VMware vSphere Hypervisor ist kostenlos. Er unterstützt Hosts die mit bis zu 32GB physikalischem Speicher ausgestattet sind und kann nicht über vCenter verwaltet werden. Der kostenlose vSphere Hypervisor eignet sich somit nur als Einstieg in die Virtualisierung von kleinen Umgebungen

vSphere Desktop

Die neue vSphere Desktop Edition wird für die Lizenzierung von VDI (Virtual Desktop Infrastructure) benötigt. Die Lizenzierung basiert auf der Anzahl aktiver virtuelle Desktops. Bitte fragen Sie unsere VMware Berater, wenn Sie sich für den Test oder die Implementierung einer VDI Infrastruktur interessieren.

vSphere Kits

vSphere Kits sind Software- bzw. Lizenz-Bundles bestehend aus vCenter- und vSphere-Lizenzen. Bei den Essentials Kits gelten spezielle Lizenzregeln (nur bis zu 3 Hosts je maximal 2 CPUs) für das gesamte Bundle. Essentials Kits kann man nicht „entbundlen“ (in die einzelnen Bestandteile zerlegen), sondern sind immer als Einheit zu betrachten. Man kann die Essentials Kits auch nicht kombinieren und beispielsweise mit dem vCenter Server eines Kits einen vSphere Server eines anderen Kits verwalten. Die Acceleration Kits hingegen lassen sich nach Erwerb „entbundlen“. Für die einzelnen Bestandteile (vSphere-Lizenzen und vCenter-Lizenzen) gelten dann die gewöhnlichen Lizenzierungsregeln.

vCenter Server

vCenter Server sind VMwares Management-Systeme zur Verwaltung von vSphere-Umgebungen. Es gibt drei Versionen. Der VMware vCenter Server for Essentials kits ist integraler Bestandteil der Essentials Kits und kann nicht separat gekauft werden. Der VMware vCenter Server Foundation ist eine Einsteigerversion und kann bis zu 3 vSphere Hosts verwalten. Beim dritten im Bunde, dem VMware vCenter Server Standard gibt es keine Einschränkungen hinsichtlich der Anzahl zu verwaltender Hosts.

VMware Upgrades und Tradeups

Wenn Ihrer Lizenzen unter Wartung sind (Sie haben eine aktive SnS), dann können Sie ohne zusätzliche Kosten auf die neuen 5.1 Versionen wechseln. Dabei müssen die neuen Lizenzbestimmungen (EULA) akzeptiert und beachtet werden.

Sind Ihrer Lizenzen aus der Wartung gelaufen, dann können Sie über eine Reinstatement Option (Wiederaufnahme der Wartung) upgraden. Dabei muss die Zeit ohne Wartung plus eine Gebühr von 20% nachbezahlt werden. Wir rechen für Sie gerne aus, ob sich ein Reinstatement lohnt oder ob man besser gleich neue Lizenzen kauft. Einfach beim unserem VMware-Team anfragen.

Dann gibt es noch eine ganze Reihe von Tradeups (Upgrades auf höherwertige Editionen oder Kits). Bei einem Tradeup wird der alte License Key deaktiviert und ein neuer Lizenzschlüssel generiert. Die Berechnung der Kosten ist etwas kompliziert, da unter anderem vorhandener Support (SnS) verrechnet wird. Fragen Sie bei Interesse bitte bei uns an.

Weitere Informationen

Wir haben hier versucht einen kompakten Einstieg in die VMware vSphere Lizenzierung zu geben. Selbstverständlich können wir nicht alle Details und Szenarien erfassen und darstellen. Sie können sich aber jederzeit an unsere VMware Lizenzspezialisten wenden. Lassen Sie sich bitte vor ihrer Kaufentscheidung von uns beraten. Nicht selten haben wir noch ein paar Ideen und Anregungen, um Kosten für die Lizenzierung zu minimieren.

Autor: Marco Strehl |

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