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RHEL Lizenzierung

  • So lizenzieren und kaufen Sie Red Hat Enterprise Linux.
  • Die wichtigsten Lizenzierungsregeln
Enrico Köhle
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Enrico Köhle

Red Hat Enterprise Linux Lizenzierung

So lizenzieren Sie Red Hat Enterprise Linux (RHEL). Auf dieser Seite erfahren Sie Wissenswertes über den Kauf und die richtige Lizenzierung von RHEL.

Kauf

Neulizenzen gibt es nur inklusive Subscription. Nach Ablauf der Subscription behalten Sie ihr Enterprise Open Source Betriebssystem, aber erhalten dann keine Patches oder Bugfixes mehr und dürfen sich nicht an den Support wenden.

Subscriptionlaufzeit

Subscriptions gibt es für 1 Jahr und 3 Jahre. Nach Ablauf der Subscription dürfen Sie die Serviceleistungen von Red hat nicht mehr nutzen. Wenn eine weitere Nutzung gewünscht wird, muss verlängert werden.

Andere Laufzeiten sind nur bei einer Laufzeitanpassung möglich.

Subscription Vorteile

Während der Laufzeit erhalten Sie folgende Subscription Vorteile:

  • Produktionsfähiger Code, insbesondere Patches, Bugfixes und Entwicklerunterstützung bei Fehlern
  • Lifecycle-Management
  • Software-Interoperabilität
  • Zugang zu Experten und Tools, die Sie bei Ihren Geschäftsabläufen unterstützen
  • Sicherheits-, Performance- und Automatisierungs-Support
  • Zugang zu technischem Support, Dokumentation und Tools
  • Open Source Assurance von Red Hat

Bundles

Bundles gibt es für RHEL Server und RHEL for Virtual Datacenters. Diese enthalten die Linux Distribution, Add-On- und Support-Subscription. Support- und Add-On-Subscriptions können keiner anderen Lizenz übertragen werden. Diese sind nur der Lizenz bzw. Linuxdistribution des Bundles zugehörig.

Add-ons

Add-Ons erweitern die Funktionalität von RHEL und werden nach der Anzahl an vorhandenen RHEL Server/for Virtual Datacenters Subscriptions des jeweiligen Servers lizenziert und zugewiesen. Entweder werden auf dem Server alle Subscriptions mit Add-On(s) ausgestattet oder keine.

Laufzeitanpassungen

Wenn Sie während der Laufzeit einer bestehenden Support-Subscription Lizenzen nachkaufen, kann ich für Sie die Laufzeiten anpassen. Laufzeitanpassungen für Nachbestellungen können zwischen 12 und 60 Monaten angefragt werden. Gerne können Sie mich dazu kontaktieren.

Lizenzierungsregeln

Ein ausführliches Dokument über Kauf und Lizenzierung von RHEL können Sie bei Red Hat abrufen: Red Hat Enterprise Linux Subscription Guide. Nutzung für externe Zwecke ist nicht erlaubt. Wenn dies aber nötig ist, muss es vorab mit Red Hat besprochen und vertraglich festgelegt werden.

Gerne können Sie sich bei Fragen an mich wenden.

RHEL Server

Es gibt 3 Subscription-Supportstufen:

  • Entry-Level (Self-Support): Wird nur nach physischen Sockets lizenziert.
  • Standard: Wird pro 2er Socket oder 2er virtuellen Instanzen lizenziert.
  • Premium: Wird pro 2er Socket oder 2er virtuellen Instanzen lizenziert.

Kunden können, je nach Bedarf, Ihre bereits erworbenen RHEL-Server-Subscriptions (mit Standard- oder Premium-Wartung) von physischen Sockets in virtuelle Instanzen (2) umwandeln und umgekehrt. Dies dürfen Red Hat Kunden im Customer Portal eigenständig verwalten, ohne Änderung an den Vertragsbedingungen.

RHEL for Virtual Datacenters

Es gibt 2 Subscription-Supportstufen:

  • Standard: Wird pro 2er Socket lizenziert und darf nur für virtuelle Instanzen genutzt werden.
  • Premium: Wird pro 2er Socket lizenziert und darf nur für virtuelle Instanzen genutzt werden.

Bei Pooling (Gruppierung von Ressourcen) müssen Sie identische SLAs (Standard oder Premium) für alle Hosts in einem Cluster erwerben. Enthalten ist Standard oder Premium Support.

Red Hat Virtualization

Es gibt 2 Subscription-Supportstufen:

  • Standard: Wird pro 2er Core lizenziert und nach Hosts (verwaltete Hypervisoren).
  • Premium: Wird pro 2er Core lizenziert und nach Hosts (verwaltete Hypervisoren).

RHEL Workstation

Es gibt 3 Subscription-Supportstufen:

  • Entry-Level (Self-Support): Wird pro Desktop lizenziert (maximal 2 Sockets).
  • Standard: Wird pro Desktop lizenziert (maximal 2 Sockets).
  • Premium: Wird pro Desktop lizenziert (maximal 2 Sockets).

Wie wird Disaster Recovery für RHEL lizenziert?

  • Bei Disaster Recovery müssen alle Subscriptions, RHEL Server/for Virtual Datacenters/Virtualization und Add-Ons lizenziert werden

  • Disaster Recovery muss mit dem Support von RHEL Server/for Virtual Datacenters/Virtualization übereinstimmen

  • Die genauen Lizenzbestimmungen finden Sie im Red Hat Lizenzierungsguide

  • Es gelten folgende Backup-Lizenzierungsregeln:

    • Cold Backup: Benötigt keine zusätzliche Lizenz. Die RHEL Server Subscription ist ausreichend, im Rahmen der RHEL Lizenzbestimmungen. Andernfalls werden Gebühren von Red Hat entrichtet
    • Warm Backup (Backupzyklus: Alle 60 Tage oder höher): Benötigt eine zusätzliche Lizenz zum Produktionsserver. Jede RHEL Server Subscription benötigt zusätzlich eine Disaster-Recovery Subscription
    • Hot Backup (Backupzyklus: Weniger als 60 Tage): Benötigt eine zusätzliche Lizenz zum Produktionsserver. Jede RHEL Server Subscription benötigt zusätzlich eine RHEL Server Subscription für den Backup Server

Updates, Upgrades und Support

Downgrade

Mit den erworbenen Subscriptions besteht auch ein Downgrade-Recht auf die zuletzt supporteten Versionen wie RHEL 7.9 und 8.7, siehe auch Red Hat Enterprise Linux Life Cycle (englisch).

Updates und Upgrades

Während der Laufzeit der Subscription haben Sie Anspruch auf kostenlose Updates, Upgrades, Patches und Bugfixes.

Support

RHEL Versionen haben einen Wartungszyklus von bis zu 13 Jahren. Es werden regelmäßig Updates, Patches sowie Hotfixes rausgebracht. Bei Supportbedarf und technischen Problemen können sich Red Hat Kunden sich an den technischen Support wenden. Je nach Supportstufe, Schweregrad bzw. Supportanfrage unterscheiden sich die Support Reaktionszeiten.

  • Self Support: Kein Support/Wartung, nur kostenlose Updates
  • Standard Support: Support während der üblichen Geschäftszeiten (8x5), Updates, Hotfixes
  • Premium Support: Rund um die Uhr Support (24x7) bei kritischen Fällen, sowie Hotfixes und Updates

Self-Support

Bei Self Support hat man keinen Anspruch auf technischen Support von Red Hat. Man erhält lediglich Updates bzw. Hotfixes. Bei Problemen gibt es die Möglichkeit auf die Knowledge Base von Red Hat zuzugreifen oder Hilfe im Portal zu suchen. RHEL mit Self-Support ist begrenzt für Testumgebungen geeignet und darf innerhalb einer Organisation nicht mit supporteten Distributionen wie RHEL Server Standard Subscription und RHEL Server Premium Subscription kombiniert werden. Mit Self-Support sind keine Deployments auf Hypervisor/Cloud möglich. Dies ist erst ab RHEL Server Standard und Premium Subscription.

Standard Support

Ab Standard Support können Sie sich bei Supportbedarf und technischen Problemen an den Red Hat Support (telefonisch oder im Web) wenden.

Premium Support

Premium Support enthält Standard Support inklusive Extended Update Support (EUS). Dies ist für die Kunden interessant, die aus Testgründen oder unflexiblen Maintenance-Fenstern nicht kurzfristig auf jedes Minor-Release updaten können und einzelne Releases überspringen wollen. Normalerweise hat man eine Frist von maximal 6 Monaten um auf das neue Minor-Release upzudaten, dies verlängert sich aber mit EUS um bis zu 24 Monate. In dem Red Hat Extended Update Support Schaubild wird dies genauer veranschaulicht. Eine genaue Übersicht über die verschiedenen Support-Zyklen gibt es unter Red Hat Enterprise Linux Life Cycle.