OEM – Original Equipment Manufacturer

Voraussetzungen, Vorteile und weitere Informationen der Microsoft Original Equipment Manufacturer (OEM) Produkte



Unter OEM-Produkten, versteht man normalerweise Software-Lizenzen, die an den Kauf von Hardware gekoppelt sind. Beispielsweise die vorinstallierten Windows OEM Versionen beim Kauf neuer PCs oder Laptops.

In Deutschland ist diese Bindung von Hardware und Software nach einem Urteil des Bundesgerichtshofs allerdings unzulässig (BGH, Urteil v. 06.07.2000, Az. I ZR 244/97, CuR 2000, 651). OEM Produkte können daher, in Deutschland, auch ohne Hardware gekauft werden. Microsoft nennt diese Versionen beim Betriebssystem Windows daher auch System Builder (SB).

Für OEM Produkte gibt es meistens einige Einschränkungen: Beispielsweise ist das Downgrade auf ältere Versionen normalerweise nicht erlaubt (wichtige Ausnahme ist hier der Windows Server). Auch die Aktivierung muss auf jedem Gerät separat durchgeführt werden, wenn kein Volumenlizenzvertrag vorhanden ist. Unsere Microsoft-Experten Stefan Barth (07031-79433-490) und Daniel Gilberg (07031-79433-390) helfen Ihnen hier gerne weiter.

OEM-Lizenzierung

OEM Produkte sind normalerweise auf einem neuen Computer vorinstalliert, können aber auch als sogenannte System-Builder Lizenzen ohne Hardware gekauft werden. In Deutschland sind OEM-Lizenzen nicht hardwaregebunden und dürfen auf andere Computer übertragen werden, solange die Software nur auf einem System eingesetzt wird (zum Beispiel nach einem Hardware-Upgrade oder beim Ersatz eines defekten Computers).

Bei vorinstallierten OEMs und System Builder-Lizenzen, beispielsweise beim Betriebssystem Windows, gilt der COA-Sticker als Lizenznachweis.

Rechte bei OEM-Software

  • Keine Volumenaktivierung – OEM Software muss auf jedem Gerät separat aktiviert werden.
  • Eingeschränktes Downgraderecht – Das Downgrade Recht ist je nach Produkt unterschiedlich. Beim Windows Server darf beispielsweise immer auch eine ältere Version eingesetzt werden, beim Desktop-Betriebssystem Windows dagegen darf nur die aktuelle Version eingesetzt werden. Eine genaue Übersicht der Rechte für Ihre Software finden Sie in den Microsoft Product Terms
  • Kein Reimaging-Recht – Das Recht zum Anfertigen und Verteilen eines Images der Software ist nicht enthalten.
  • Eingeschränkte Virtualisierungsrechte – Keine Virtualisierungsrechte für das Desktop-Betriebssystem Windows oder Office-Anwendungen. Der Windows Server dagegen darf virtualisiert werden.

OEM und Software Assurance

OEM Software kann bis zu 90 Tage nach Erwerb mit Software Assurance (SA) nachgerüstet werden. Mit der Nachrüstung wird Ihre OEM Version in das Volumenlizenz-Programm aufgenommen und Sie erhalten die Rechte einer Volumenlizenz.

Voraussetzung ist, dass die SA für die Volumenlizenz auch in der selben Edition und Sprache wie die OEM-Software verfügbar ist. Die Nachrüstung mit SA ist daher nur noch bei den Server-Versionen und CALs möglich. Für das normale Windows-Betriebssystem (Home und Pro Versionen) gibt es keine SA mehr und Windows Enterprise ist ausschließlich als Volumenlizenz erhältlich.

OEM Produkte im Webshop

In unserem Webshop finden Sie eine Auswahl der wichtigsten Microsoft OEM Produkte:


Ihr Ansprechpartner:
Stefan Barth. Teamleiter Microsoft
Stefan Barth
+49-7031-79433-490
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