Microsoft SQL Server Lizenzierung
Microsoft lizenziert SQL Server 2025 nach zwei Modellen: Server/CAL oder Core-basiert. Server/CAL eignet sich für kleine Umgebungen mit bekannter Nutzerzahl. Core-Lizenzierung bietet unbegrenzten Benutzerzugriff und ist für die Enterprise Edition die einzige Option.
Die Standard Edition unterstützt beide Modelle. Die Enterprise Edition gibt es nur mit Core-Lizenzen. Einen Funktionsvergleich finden Sie im Editionen-Vergleich.
Server/CAL-Lizenzierung
Das Server/CAL-Modell steht nur für die SQL Server Standard Edition zur Verfügung. Es eignet sich für Umgebungen mit bekannter, stabiler Nutzerzahl.
Das Server/CAL-Modell basiert auf zwei Komponenten: Serverlizenzen und Client Access Licenses (CALs).
Eine Serverlizenz berechtigt zum Betrieb einer SQL Server Instanz in einer Betriebssystemumgebung (OSE). Das kann ein physischer Server oder eine virtuelle Maschine sein. Die Anzahl der CPU-Cores spielt dabei keine Rolle. Möchten Sie mehrere Instanzen auf demselben Server oder innerhalb einer OSE betreiben, benötigen Sie für jede Instanz eine eigene Serverlizenz (License Stacking).
Zusätzlich benötigt jeder Benutzer oder jedes Gerät, das auf den SQL Server zugreift, eine CAL. Eine CAL berechtigt zum Zugriff auf alle lizenzierten SQL Server Instanzen im Unternehmen, nicht nur auf eine einzelne.
Sie können zwischen zwei CAL-Typen wählen:
User-CALs lizenzieren einen benannten Benutzer, der von beliebig vielen Geräten zugreifen darf.
Device-CALs lizenzieren ein Gerät, das von beliebig vielen Benutzern verwendet werden darf.
Wichtig: Auch indirekter Zugriff erfordert CALs. Wenn eine Webanwendung auf SQL Server zugreift, benötigt jeder Endbenutzer eine CAL. Multiplexing (Zugriff über Middleware) reduziert die CAL-Anforderung nicht. Bei Webanwendungen mit vielen oder unbekannten Nutzern ist die Core-Lizenzierung daher meist wirtschaftlicher.
CALs sind abwärtskompatibel: Eine SQL Server 2025 CAL funktioniert auch mit älteren Versionen, aber nicht umgekehrt.
Beispiel: Ein Unternehmen betreibt SQL Server Standard auf einer VM. 20 Mitarbeiter greifen direkt zu, 5 weitere über eine interne Webanwendung. Benötigt werden: 1 Serverlizenz + 25 User-CALs.
Core-Lizenzierung
Die Core-Lizenzierung bietet unbegrenzten Benutzerzugriff ohne CALs. Sie steht für SQL Server Standard und SQL Server Enterprise zur Verfügung. Die Enterprise Edition gibt es ausschließlich mit Core-Lizenzen.
Grundregeln:
- Minimum 4 Core-Lizenzen pro Prozessor: Bei physischen Servern müssen Sie mindestens 4 Core-Lizenzen pro Prozessor (Socket) erwerben, auch wenn der Prozessor weniger Cores hat.
- Minimum 4 Core-Lizenzen pro VM: Bei der Lizenzierung einzelner VMs (nur mit SA/Subscription) müssen Sie jede VM mit mindestens 4 Cores lizenzieren.
- 2-Core-Pakete: Microsoft verkauft Core-Lizenzen in Paketen zu je 2 Cores. Für das 4-Core-Minimum benötigen Sie also mindestens 2 Pakete.
Hyper-Threading / SMT: Bei physischen Servern beeinflusst Hyper-Threading den Lizenzbedarf nicht. Bei virtuellen Maschinen müssen Sie jedoch jeden Hardware-Thread lizenzieren, auf den ein vCore gemappt ist. Details siehe FAQ.
Editions-Limits:
- Standard Edition: SQL Server Standard kann maximal 32 Cores pro Instanz nutzen. Das gilt sowohl für physische Server als auch für virtuelle Maschinen. Die Cores werden innerhalb der Betriebssystemumgebung (OSE) gezählt, nicht auf Host-Ebene. Weitere technische Limits im Editionen-Vergleich.
- Enterprise Edition: Keine Core-Obergrenze. Die Instanz kann alle verfügbaren Cores der OSE nutzen.
Power BI Report Server: Neu in SQL Server 2025 ist das Nutzungsrecht für Power BI Report Server enthalten, auch ohne Software Assurance. Das gilt für Standard und Enterprise Edition.
Wann ist die Core-Lizenzierung sinnvoll?
- Viele oder unbekannte Nutzerzahl (Webanwendungen, öffentliche Portale)
- Enterprise Edition (einzige Option)
- Unbegrenzte Virtualisierung gewünscht (nur Enterprise mit SA/Subscription)
Beispiele:
Physischer Server: Ein Server mit 2 Prozessoren à 8 Cores benötigt 16 Core-Lizenzen (8 × 2-Core-Pakete). Alle Benutzer dürfen ohne weitere Lizenzen zugreifen.
Virtuelle Maschinen (mit SA/Subscription): Sie betreiben 3 VMs mit je 4 vCores auf einem Host. Jede VM benötigt mindestens 4 Core-Lizenzen, also 12 Core-Lizenzen insgesamt. Alternativ: Den gesamten Host lizenzieren. Bei Enterprise mit SA erhalten Sie dann unbegrenzte Virtualisierung (Maximum Virtualization).
Virtualisierung
Für SQL Server in virtuellen Umgebungen gelten besondere Regeln. Diese hängen vom gewählten Lizenzmodell ab.
Server/CAL in virtuellen Umgebungen
Bei Server/CAL ist die Virtualisierung unkompliziert: Jede VM benötigt eine eigene Serverlizenz plus CALs für alle zugreifenden Benutzer oder Geräte. Software Assurance ist für die Virtualisierung nicht erforderlich.
SA bringt aber auch bei Server/CAL Vorteile: Failover-Rechte für passive Instanzen, Lizenzmobilität ohne 90-Tage-Frist und Upgrade-Rechte auf neue Versionen.
Core-Lizenzierung in virtuellen Umgebungen
Bei der Core-Lizenzierung ist Software Assurance oder eine CSP-Subscription entscheidend. Ohne diese Zusatzrechte dürfen Sie seit SQL Server 2022 keine einzelnen VMs mehr lizenzieren.
Ohne Software Assurance oder CSP-Subscription gelten unterschiedliche Regeln je nach Edition: Standard Edition darf nur in der physischen OSE betrieben werden, nicht in VMs. Enterprise Edition darf in VMs betrieben werden, wenn Sie alle physischen Cores des Hosts lizenzieren. Die VMs dürfen dann zusammen nicht mehr Cores nutzen als lizenziert.
Mit Software Assurance oder CSP-Subscription haben Sie zwei Optionen:
-
VMs einzeln lizenzieren: Sie lizenzieren die virtuellen Cores jeder VM separat. Pro VM sind mindestens 4 Cores erforderlich. Diese Option lohnt sich bei wenigen VMs mit geringem Core-Bedarf.
-
Host komplett lizenzieren: Sie lizenzieren alle physischen Cores des Hosts. Bei Standard dürfen die VMs zusammen bis zur lizenzierten Gesamtmenge Cores nutzen. Bei Enterprise erhalten Sie unbegrenzte Virtualisierung (Maximum Virtualization).
Zusätzlich erhalten Sie mit SA oder CSP-Subscription Lizenzmobilität: Sie dürfen Ihre Lizenzen innerhalb einer Server Farm frei zwischen Hosts verschieben, ohne die sonst geltende 90-Tage-Frist.
Container
Container gelten lizenzrechtlich als virtuelle Betriebssystemumgebungen (OSE). Mit Software Assurance oder CSP-Subscription dürfen Sie beliebig viele Container in einer bereits lizenzierten VM betreiben. Ohne diese Rechte benötigt jeder Container eigene Core-Lizenzen mit dem Minimum von 4 Cores.
Failover und Disaster Recovery
Für Hochverfügbarkeit und Disaster Recovery benötigen Sie passive SQL-Server-Instanzen. Diese Failover-Rechte erhalten Sie nur mit Software Assurance oder CSP-Subscription.
Pro lizenzierter aktiver Instanz erlaubt Microsoft drei passive Instanzen:
- 1× Failover für Hochverfügbarkeit (HA): Eine passive Instanz auf einer beliebigen Betriebssystemumgebung, typischerweise im selben Rechenzentrum.
- 1× Failover für Disaster Recovery (DR): Eine passive Instanz auf einem beliebigen Server, typischerweise an einem anderen Standort.
- 1× Failover für Disaster Recovery in Azure: Eine zusätzliche passive Instanz speziell in der Azure-Cloud.
Passive Instanzen dürfen keine aktiven Workloads ausführen und nicht mehr Cores nutzen als die zugehörige aktive Instanz. Disaster-Recovery-Tests sind alle 90 Tage erlaubt.
Software Assurance
Software Assurance (SA) ist ein Wartungsvertrag, der Ihre Lizenzrechte erheblich erweitert. Für SQL Server sind besonders relevant:
Virtualisierungsrechte: Mit SA dürfen Sie bei der Core-Lizenzierung einzelne VMs lizenzieren statt den gesamten Host. Bei Enterprise erhalten Sie zusätzlich unbegrenzte Virtualisierung (Maximum Virtualization).
Failover-Rechte: Nur mit SA oder CSP-Subscription erhalten Sie die oben beschriebenen passiven Instanzen für HA und DR.
Mobilität: Sie dürfen Ihre Lizenzen zu Authorized Mobility Partners wie AWS, Google Cloud oder Equinix verschieben und den Azure Hybrid Benefit nutzen.
Upgrade-Recht: Mit aktiver SA dürfen Sie neue SQL-Server-Versionen direkt produktiv einsetzen.
CSP-Subscriptions bieten ähnliche Rechte wie SA. Der wichtige Unterschied: Sie erhalten kein Upgrade-Recht auf neue Versionen. Wenn SQL Server 2027 erscheint, müssten Sie neue Subscriptions kaufen.
Lifecycle: SQL Server 2025 folgt dem Modern Servicing Model mit 5 Jahren Mainstream Support. Details unter SQL Server Servicing Model.
Lizenzprogramme und Bezugswege
SQL Server Lizenzen sind über verschiedene Programme erhältlich. Die Wahl beeinflusst nicht nur den Preis, sondern auch Ihre Rechte bei Virtualisierung, Mobilität und Upgrades.
| Programm | SA-Rechte | Erweiterte Virtualisierung | Upgrade-Recht |
|---|---|---|---|
| CSP Dauerlizenzen | Nein | Nein | Nein |
| CSP Subscriptions | Ja (SA-ähnlich) | Ja | Nein |
| Open Value ohne SA | Nein | Nein | Nein |
| Open Value mit SA | Ja | Ja | Ja |
CSP Dauerlizenzen enthalten keine Software Assurance. Dafür ist das Downgrade-Recht enthalten, sodass Sie auch ältere SQL-Server-Versionen einsetzen dürfen.
CSP Subscriptions bieten ähnliche Rechte wie Software Assurance. Sie eignen sich besonders für Core-Lizenzierung in virtuellen Umgebungen, da Sie einzelne VMs lizenzieren und flexibel skalieren können. Der wichtige Unterschied zu SA: Sie erhalten kein Upgrade-Recht auf neue Versionen.
Open Value kombiniert Dauerlizenzen mit optionaler Software Assurance (initial 3 Jahre). Die SA kann anschließend verlängert werden. Dieses Programm eignet sich für Unternehmen, die langfristig planen und alle SA-Vorteile nutzen möchten.
OEM-Lizenzen bieten den günstigsten Einstieg, sind aber auf SQL Server Standard beschränkt. Es handelt sich um Dauerlizenzen ohne Re-Imaging- und Downgrade-Rechte. Für die Virtualisierung gelten Einschränkungen: Sie können keine einzelnen VMs lizenzieren.
Azure Plan ist der Bezugsweg für SQL Server in der Azure-Cloud. Die Abrechnung erfolgt verbrauchsabhängig für Azure SQL Database oder SQL Server auf Azure VMs. Separate Lizenzen sind nicht erforderlich.
Häufige Fragen - FAQ
Kann ich mehrere SQL Server Instanzen auf einem Server betreiben?
Das hängt vom Lizenzmodell ab:
Core-Lizenzierung: Ja, beliebig viele Instanzen. Wenn Sie alle Cores eines Servers lizenziert haben, dürfen Sie in dieser Betriebssystemumgebung (OSE) unbegrenzt viele SQL Server Instanzen betreiben.
Server/CAL: Jede Instanz benötigt eine eigene Serverlizenz. Möchten Sie drei Instanzen auf einem Server betreiben, brauchen Sie drei Serverlizenzen (License Stacking) plus CALs für alle Benutzer.
Braucht Server/CAL Software Assurance für VMs?
Nein. Bei Server/CAL benötigen Sie keine Software Assurance für die Virtualisierung. Jede VM braucht eine eigene Serverlizenz plus CALs für alle Benutzer. SA würde an diesen Regeln auch nichts ändern.
Was ist der Unterschied zwischen VM-Lizenzierung und Host-Lizenzierung?
Bei der Core-Lizenzierung mit SA oder CSP-Subscription haben Sie zwei Optionen:
VM-Lizenzierung: Sie lizenzieren jede VM einzeln nach der Anzahl der virtuellen Cores (vCores), mindestens jedoch 4 Cores pro VM. Dies ist ideal bei wenigen oder kleinen VMs.
Host-Lizenzierung: Sie lizenzieren alle physischen Cores des Hosts (min. 16 Cores). Bei Standard darf die Summe der vCores aller VMs die Anzahl der lizenzierten physischen Cores nicht überschreiten. Bei Enterprise erhalten Sie unbegrenzte Virtualisierung (Maximum Virtualization). Sie dürfen beliebig viele VMs und vCores auf dem lizenzierten Host betreiben.
Gilt das 4-Core-Minimum pro VM auch bei Host-Lizenzierung?
Nein. Das Minimum von 4 Cores pro VM gilt nur bei der Einzel-Lizenzierung von VMs. Bei der Host-Lizenzierung zählt nur die physische Core-Anzahl des Servers. Unter Enterprise mit SA spielt die Core-Zuweisung innerhalb der VMs danach keine Rolle mehr. Bei Standard müssen Sie lediglich darauf achten, dass die zugewiesenen vCores in Summe die lizenzierten physischen Cores nicht übersteigen.
Wann muss ich den gesamten Host lizenzieren?
Pflicht ohne SA/Subscription: Bei Core-Lizenzierung ohne Software Assurance oder CSP-Subscription müssen Sie immer den gesamten Host lizenzieren. Einzelne VMs zu lizenzieren ist dann nicht erlaubt.
Optional mit SA/Subscription: Mit SA oder CSP-Subscription können Sie wählen: VMs einzeln lizenzieren oder den Host komplett. Die Host-Lizenzierung lohnt sich bei vielen VMs oder wenn Sie Enterprise mit Maximum Virtualization nutzen möchten.
Was ist Maximum Virtualization?
Maximum Virtualization ist ein exklusives Recht für SQL Server Enterprise mit aktiver Software Assurance oder CSP-Subscription. Wenn alle physischen Cores eines Hosts lizenziert sind, entfällt die Zählung von vCores oder VM-Instanzen. Sie können den Host so dicht mit SQL-VMs belegen, wie es die Hardware zulässt.
Details im Glossar: Maximum Virtualization.
Was gilt für passive Failover?
Mit Software Assurance oder CSP-Subscription erhalten Sie pro aktiver Instanz bis zu drei passive Failover-Instanzen: eine für HA, eine für DR und eine zusätzlich in Azure. Passive Instanzen dürfen keine Workloads ausführen und nicht mehr Cores nutzen als die aktive Instanz. Details siehe Failover und Disaster Recovery.
Was gilt für Aktiv-Aktiv-Cluster?
Bei Always On Availability Groups können Sie sekundäre Replikate als lesbar konfigurieren. Diese lesbaren Sekundären gelten lizenzrechtlich als aktive Instanzen und müssen vollständig lizenziert werden. Die Failover-Rechte aus Software Assurance gelten nur für passive Instanzen, die keine Workloads ausführen.
Kurz: Passiv (kein Workload) = keine zusätzliche Lizenz nötig. Aktiv oder lesbar = vollständig lizenzieren.
Gilt die Lizenzmobilität auch für einzeln lizenzierte VMs?
Ja. Mit Software Assurance oder CSP-Subscription dürfen Sie Ihre Lizenzen innerhalb einer Server Farm frei verschieben. Das gilt sowohl für einzeln lizenzierte VMs als auch für Host-Lizenzen. Ohne SA/Subscription gibt es eine 90-Tage-Frist für Verschiebungen.
Was gilt für die Lizenz-Mobilität?
SQL Server ohne SA oder Subscription dürfen innerhalb einer Serverfarm nur alle 90 Tage verschoben werden (Ausnahme: permanenter Hardware-Ausfall). Mit SA oder Subscription fällt diese Beschränkung weg.
Die Übertragung in eine externe Cloud oder ins Rechenzentrum eines Hosters ist ohne SA oder CSP-Subscription nicht erlaubt. Mit SA oder CSP-Subscription können Sie zu einem Authorized Mobility Partner wechseln.
Siehe auch: Lizenzmobilität für Microsoft-Lizenzen mit Software-Assurance
Was ist Azure Hybrid Benefit?
Der Azure Hybrid Benefit ermöglicht die Migration von SQL Server Lizenzen in die Azure Cloud. Sowohl Software Assurance als auch CSP-Subscriptions beinhalten dieses Recht. Sie können Lizenzen im Verhältnis 1 Core SQL Server Enterprise zu 4 vCPU Azure SQL umwandeln. Mit SA oder CSP-Subscription erhalten Sie außerdem unlimitierte Virtualisierung unter Azure Dedicated Host, ein Dual Use Right (Cloud + lokal) für 180 Tage zur Migration und kostenlose Extended Security Updates (ESU).
Wie wirkt sich Hyper-Threading auf die Lizenzierung aus?
Physische Server: Hyper-Threading beeinflusst den Lizenzbedarf nicht. Ein Server mit 8 physischen Cores benötigt 8 Core-Lizenzen, unabhängig davon, ob Hyper-Threading aktiviert ist.
Virtuelle Maschinen: Hier gilt eine andere Regel. Laut Product Terms müssen Sie jeden Hardware-Thread lizenzieren, auf den ein virtueller Core gemappt ist.
Beispiel: Eine VM hat 4 vCores. Mappt der Hypervisor jeden vCore auf 2 Hardware-Threads, benötigen Sie 8 Core-Lizenzen statt 4.
Wann passiert das? Typischerweise bei VMware ESXi, wenn Sie einer VM mehr vCPUs zuweisen als physische Cores vorhanden sind und Hyper-Threading aktiviert ist.
Konkretes Beispiel: Ein HPE ProLiant DL380 Gen11 mit zwei Intel Xeon Gold 6526Y (je 16 Cores) hat 32 physische Cores. Mit aktiviertem Hyper-Threading sieht der Hypervisor 64 logische Prozessoren. Sie lizenzieren eine einzelne VM mit 8 vCPUs. Mappt der Hypervisor diese 8 vCPUs auf je 2 Hardware-Threads (weil der Host überprovisioniert ist), benötigen Sie 16 Core-Lizenzen für diese VM statt 8.
Alternative: Lizenzieren Sie den gesamten Host, zählen nur die 32 physischen Cores. Die Hardware-Thread-Regel gilt dann nicht.
Mehr dazu im Glossar: Hyper-Threading.
Habe ich ein Recht auf neue Produktversionen?
Mit aktiver Software Assurance oder mit einer Azure SQL Subscription können Sie neue SQL-Server-Versionen direkt produktiv einsetzen. Mit einer CSP-Subscription erhalten Sie kein Upgrade-Recht auf neue Versionen.

