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Microsoft SQL Server 2022 - Servicing Model
Mit der Einführung des SQL Server 2017 hat Microsoft den Wartungszyklus (Servicing Model) für SQL Server geändert. Das alte inkrementelle Wartungsmodell wird durch ein modernes Wartungsmodell abgelöst. Die Cumulative Updates (CU) werden nicht mehr über den Hotfix Server, sondern über das Download Center, den Windows Server Update Service (WSUS) und als optionales Microsoft Update zur Verfügung gestellt und ersetzen damit praktisch die alten Service Packs (SP).
Das alte SQL Server Incremental Servicing Model (ISM)
In den Vorgängerversionen SQL Server 2016 und früher hat Microsoft die Cumulative Updates (CU) alle 2 Monate nach einem Major Release und zusätzlich jährliche Service Packs (SPs) veröffentlicht. Die Service Packs fassen dabei die Fixes aus allen vorherigen CUs zusammen und enthalten zusätzliche Erweiterungen bei Funktionalität und Support.
Cumulative Updates (CU) beheben konkrete Fehler und erweitern die Funktionalität, mit einer Veröffentlichung etwa alle 2 Monate. Service Packs (SP) fassen alle CU-Releases zusammen und werden bis 12 Monate nach dem nächsten SP-Release mit neuen CUs versorgt. General Distribution Releases (GDR) enthalten sicherheitsrelevante Fixes und werden während des gesamten Lebenszyklus der Version bereitgestellt.
Das Modern Servicing Model im SQL Server 2022
Das mit SQL Server 2022 gültige Modell, vereinfacht den Wartungszyklus. Es gibt keine Service Packs mehr! Regelmäßige Updates gibt es als Cummulative Upgrades (CU).
Die CU werden erweitert und enthalten auch die Inhalte in anderen Sprachversionen. Somit integriert Microsoft neue Funktionen und Erweiterungen schneller in den SQL Server.
Gegenüber dem alten, jährlichen Zyklus bei den Service Packs, werden die Cummulative Updates nach der Einführung neuer Versionen nun häufiger veröffentlicht. In den ersten 12 Monaten erscheint jeden Monat ein neues CU, die restlichen 4 Jahre des Produklebenszyklus werden CU alle zwei Monate veröffentlicht.
Der Wartungszyklus
Der Support bei Microsoft ist in 3 Abstufungen verfügbar, die sich nach dem Releasezeitpunkt der SQL Server Version richten. 5 Jahre wird jede SQL Server Version mit Funktions- und Sicherheits-Updates verbessert, danach erhält die Version im Extended Support weiterhin sicherheitsrelevante Updates. Nach 10 Jahren ist ausschließlich kostenpflichtiger Support (Extended Security Updates) für Enterprise Verträgen (EA / MPSA) verfügbar. Ausgenommen sind die SQL Server unter Microsoft Azure Plänen. Diese erhalten automatisch ESU. Hier finden Sie eine kurze Übersicht der Supportarten:
Der Mainstream Support läuft die ersten 5 Jahre und liefert Sicherheits- und Funktionsupdates über CU sowie Sicherheitsupdates mit GDR. Danach folgen 5 Jahre Extended Support, in denen nur noch Sicherheits- und kritische Funktionsupdates gepatcht werden.
Nach dem Ende des Extended Support bleiben nur kostenpflichtige Extended Security Updates (ESU) oder die Nutzung von Azure. Enterprise-Kunden mit Verträgen wie Enterprise Agreement oder Server & Cloud Enrollment können ESU erwerben und damit kritische Sicherheitsupdates bis zu 3 Jahre nach Ende des erweiterten Supports beziehen. In der Azure-Version sind ESU immer enthalten.
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