Lizenzmobilität für Microsoft-Lizenzen mit Software-Assurance

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Normalerweise gilt bei Microsoft Serverlizenzen, dass jede Lizenz einem physischen Server zugewiesen werden und diese Zuweisung mindestens 90 Tage bestehen muss, bevor die Lizenz einem anderen Server zugewiesen werden kann. Mit der Lizenzmobilität für Volumenlizenzen wird diese Einschränkung aufgehoben. Hierbei ist immer eine Software-Assurance für die Serverlizenz erforderlich. Microsoft unterscheidet zwei Arten von Lizenzmobilität: Die Lizenzmobilität innerhalb der Serverfarm des Unternehmens und die Lizenzmobilität zu einem autorisierten Service Provider, auch als Lizenzmobilität durch Software-Assurance bezeichnet, um die Software in dessen Rechenzentrum auf gemeinsam genutzten Servern auszuführen.

LIZENZMOBILITÄT – ZUWEISEN VON EXTERNEN CONNECTOR-LIZENZEN UND VERWENDEN VON SOFTWARE INNERHALB EINER SERVERFARM UND ÜBER MEHRERE SERVERFARMEN HINWEG

Für Produkte, die den Angaben nach über Lizenzmobilität verfügen, sind Sie berechtigt, Ihren Servern innerhalb derselben Serverfarm Server- und Externe Connector-Lizenzen so oft wie nötig neu zuzuweisen. Bei einigen Produkten ist möglicherweise Software Assurance für diese Rechte erforderlich. Sie sind berechtigt, Server- und Externe Connector-Lizenzen von einer Serverfarm einer anderen Serverfarm neu zuzuweisen, jedoch nicht nur kurzzeitig (d. h. nicht innerhalb von 90 Tagen nach der letzten Zuweisung).

Sie sind berechtigt, Ihren Servern innerhalb derselben Serverfarm Externe Connector-Lizenzen, für die Sie über aktive Software Assurance verfügen, so oft wie nötig neu zuzuweisen. Sie sind berechtigt, Externe Connector-Lizenzen von einer Serverfarm einer anderen Serverfarm neu zuzuweisen, jedoch nicht nur kurzzeitig (d. h. nicht innerhalb von 90 Tagen nach der letzten Zuweisung).

Definition der Lizenzmobilität in den Microsoft Product Use Rights (Stand Juli 2014)

Microsoft unterscheidet bei der Lizenzmobilität zwei Anwendungsfälle:

  • Lizenzmobilität innerhalb einer Serverfarm
  • Lizenzmobilität durch Software Assurance (an einen autorisierten Cloud Service Provider)

Lizenzmobilität innerhalb einer Serverfarm

Unter einer Serverfarm versteht Microsoft maximal zwei Rechenzentren, die physisch so angeordnet sind, dass sie in einer Zeitzone, die maximal vier Stunden von der örtlichen Zeitzone des anderen Rechenzentrums entfernt ist (Koordinierte Weltzeit (UTC) und nicht DST), und/oder innerhalb der Europäischen Union (EU) und/oder der Europäischen Freihandelsassoziation (EFTA) liegen

Ist eine Volumenlizenz für einen Microsoft Server mit aktiver Software Assurance ausgestattet und die Nutzung der Lizenzmobilität durch die Microsoft Product Use Rights gestattet, so kann die Lizenz beliebig oft innerhalb der Serverfarm des Unternehmens verschoben werden. Im Gegensatz zur Lizenzmobilität an einen autorisierten Partner ist beim internen Gebrauch der Lizenzen keine Software-Assurance für die Zugriffslizenzen nötig.

Wenn die Software Assurance abgelaufen ist und nicht verlängert wird, verliert die Serverlizenz die Lizenzmobilität und muss wie im Normalfall wieder mindenstens 90 Tage einem physischen Server zugewiesen bleiben, bevor die Lizenz auf einen anderen Server verschoben werden kann.

Lizenzmobilität und Windows Server

Die Ausnahme von der Lizenzmobilität ist der Windows Server (Standard und Datacenter), der auch mit aktiver Software-Assurance keine Lizenzmobilität erhält. Hier erhalten nur die External Connector Lizenzen (bei aktiver SA) die Lizenzmobilität und können auf andere physische Server verschoben werden.

Lizenzmobilität durch Software-Assurance (an einen autorisierten Cloud Service Provider)

Microsoft hat eine weitere Form der Lizenzmobilität eingeführt, die dazu berechtigt, die Serversoftware vom eigenen Unternehmens-Server auf Server eines autorisierten Service Providers zu verschieben, die von mehreren Kunden gemeinsam genutzt werden.

Jede Serverlizenz mit Lizenzmobilität darf in einer virtuellen Betriebssystemumgebung auf einem so genannten Shared Server ausgeführt werden. Serverlizenz (und Zugriffslizenz falls benötigt) kommen dabei aus dem Volumenlizenzvertrag des Endkunden, das Windows Server-Betriebssystem hingegen aus dem Services Provider License Agreement, dem SPLA-Vertrag des Partners.

Dabei ist zu beachten, dass der Server weiterhin ausschließlich für die Verwendung und zugunsten des lizenzierten Endkunden, das heißt des Unternehmens, unter dessen Volumenlizenzvertrag die Lizenzen erworben wurden, genutzt werden darf.

Alle Rechte zur Ausführung der Serversoftware auf gemeinsam genutzten Servern eines Dritten enden mit Ablauf der Software Assurance für die Serverlizenzen und die CALs.

Produkte mit Lizenzmobilität

Autor: Stefan Barth |

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