Windows Server 2025 Editionen im Vergleich

Vergleich der Windows Server 2025 Editionen Essentials, Standard und Datacenter: Lizenzmetrik, Hardware-Grenzen, CAL-Pflicht, Virtualisierungsrechte und Bezugswege im Überblick. Hilft bei der Wahl der passenden Edition vor dem Kauf.

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Windows Server 2025 Editionen

Windows Server 2025 steht in drei Editionen zur Verfügung: Essentials, Standard und Datacenter. Standard und Datacenter teilen sich fast alle Rollen und Features des Betriebssystems, unterscheiden sich aber in Lizenzierung, Virtualisierungsrechten und einigen höherwertigen Storage- und Netzwerkfunktionen.

Essentials richtet sich an kleine Unternehmen mit maximal 25 Nutzern und wird pro Server statt pro Core lizenziert, ohne CALs. Standard eignet sich für Server mit geringem Virtualisierungsgrad (bis zu zwei Betriebssystemumgebungen, kurz OSE, je Lizenz), Datacenter für vollständig virtualisierte Umgebungen ohne Beschränkung der VM-Anzahl. Details zur Lizenzierung nach Cores und CALs finden Sie auf unserer Seite Windows Server Lizenzierung.

Windows Server 2022 Editionen

Die Vorgänger-Editionen Essentials, Standard und Datacenter 2022 unterscheiden sich in Lizenzierung und Virtualisierungsrechten nicht von den 2025er Editionen. Noch als OEM- und CSP-Lizenz verfügbar.

Editionsvergleich

KriteriumEssentialsStandardDatacenter
LizenzmetrikPro ServerPro Prozessorkern (Core)Pro Prozessorkern (Core)
Zugriffslizenzen (CALs) erforderlich
Maximale Cores10 Cores (1 CPU)UnbegrenztUnbegrenzt
Maximaler RAM128 GBUnbegrenztUnbegrenzt
Maximale Nutzer/Geräte25 / 50 (fix)UnbegrenztUnbegrenzt
VirtualisierungsrechteNur als Gast2 OSE je LizenzUnbegrenzt
Terminalserver (RDS)Nicht möglichMöglichMöglich
Cluster-fähig
BezugswegeNur OEMOEM, CSP, OVOEM, CSP, OV
Typischer EinsatzbereichKleinunternehmen, FilialenServer mit geringem VirtualisierungsgradHochvirtualisierte Umgebungen, Rechenzentren

Essentials lässt sich jederzeit auf Standard umstellen. Da es dafür keine vergünstigte Upgrade-Lizenz gibt, bedeutet das den Neukauf einer Standard-Lizenz. Ab mehr als 25 Nutzern oder 50 Geräten ist der Umstieg zwingend erforderlich, da der Server sonst automatisch herunterfährt. Auch für den Einsatz als Terminalserver (RDS) ist Standard nötig, da Essentials das grundsätzlich nicht unterstützt, unabhängig von der Nutzerzahl. Dafür werden bei Standard und Datacenter zusätzlich RDS CALs benötigt. Details zu Essentials finden Sie auf der Seite Windows Server 2025 Essentials.

Die 2 virtuellen Instanzen pro Standard-Lizenz sind kein festes Limit: Für mehr Windows-Server-VMs auf demselben Host lassen sich mehrere Standard-Lizenzen stapeln, bis der Wechsel zur Datacenter Edition wirtschaftlicher wird. Details dazu und zur Storage-Spaces-Direct-Anforderung auf unserer Seite Microsoft Hyper-V.

Funktionsunterschiede zwischen Standard und Datacenter

Active Directory, DNS/DHCP, die Hyper-V-Rolle selbst und Failover Clustering gehören beispielsweise zu den Rollen und Features, die in beiden Editionen identisch enthalten sind. Die folgende Tabelle zeigt die wenigen Ausnahmen: höherwertige Virtualisierungs- und Storage-Funktionen, die der Datacenter Edition vorbehalten bleiben. Essentials fehlt in der Tabelle, da die Edition ausschließlich als Hyper-V-Gast läuft und selbst keine dieser Funktionen als Host bereitstellen kann:

FunktionStandardDatacenter
Storage Spaces Direct (S2D)
Netzwerkcontroller / Software-Defined Networking (SDN)
Host Guardian Hyper-V-Support (Host für Shielded VMs)

Eine vollständige Liste aller Rollen und Features finden Sie auf der Microsoft-Seite Comparison of Windows Server editions .

Seit welcher Windows Server Version einzelne Funktionen verfügbar sind, darunter auch die oben genannten, zeigt unser Windows Server Versionsvergleich mit rund hundert Rollen und Features von 2008 bis 2025.

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Avatar von Mihaela Kochan