Windows Server 2019

Windows Server 2019 Standard und Windows Server 2019 Datacenter werden wie die Vorgängerversionen nach Cores lizenziert. Zusätzlich benötigt man Zugriffslizenzen (CAL). Windows Server 2016 CALs ohne aktive SA (Software Assurance) müssen ersetzt werden.

Der Windows Server 2019 Essentials wird nach Server lizenziert. Mit der Begrenzung auf zwei CPU und 25 Benutzer eignet er sich jedoch nur für kleine Organisationen.

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Preise, Lizenzierung und Editionen

Die Lizenzierung des Windows Server 2019 entspricht der des Windows Server 2016. Bei der Standard und Enterprise Edition werden Prozessorkerne plus zugreifende Benutzer und Geräte lizenziert. Das 16-Core-Minimum pro Server und 8-Core-Minimum pro Prozessor bleibt bestehen. Bei der Essentials Edition bleibt es beim Limit von 25 Benutzern, 50 Geräten und zwei CPUs. CALs werden nicht benötigt. Es gelten weiterhin die Regeln der Windows Server 2016 Lizenzierung.

Neuerungen und Schwerpunkte

Bei der Weiterentwicklung hat sich Microsoft auf die Schwerpunkte Hybride Cloud, Sicherheit, Applikationsplattform und Hyper-Converged Infrastructure (HCI) konzentriert. Eine Gegenüberstellung der alten Windows Server und dem neuen Windows Server 2019, finden Sie auf unserer Windows Server 2019 Vergleichsseite.

Hybride Cloud

Microsoft gehört zu den weltweit führenden Cloud-Anbietern und investiert massiv in den Ausbau der eigenen Cloud-Infrastruktur Azure. Wen wundert es daher, dass nun die schrittweise Migration von lokalen Windows Servern in die Azure-Cloud erleichtert wird. Eine wichtige Rolle in diesem Zusammenhang spielt das neue Windows Admin Center, eine browserbasiertes Verwaltungswerkzeug für Windows Server. Hybride Deployments (Azure, Azure Stack, On-Premises, Windows Server 2012 und neuer) lassen sich nun zentral über eine einzige Konsole verwalten. Zu den Möglichkeiten zählen:

  • Azure Active Directory Integration
  • Azure Backup Integration
  • Azure Site Recovery Integration
  • Neue Storage Migration Services
  • Einfache Verbindung mit Azure Virtual Networks

Security

Anforderungen an die Sicherheit von Serverbetriebssystemen steigen kontinuierlich. Microsoft hat vor allem Verbesserungen in den Bereiche Identity Management, Betriebssystemsicherheit und Virtualisierung vorgenommen. Windows Defender Advanced Threat Protection und Exploit Guard sind integriert. Linux VMs werden mit Shielded VMs for Linux geschützt und der Netzwerk-Traffic zwischen virtuellen Maschinen kann verschlüsselt werden.

  • Privileged Identity Management
  • Windows Defender Advanced Threat Protection
  • Windows Defender Exploit Guard
  • Shielded VMs for Linux
  • Encrypted Subnets

Applikationsplattform

Moderne Applikationen werden ständig erweitert und verbessert. Wer auf veränderte Anforderungen schnell reagieren kann, macht das Rennen. Anforderung, Implementierung, Test, Rollout. Der Durchlauf dieses Zyklus schrumpft seit Jahren von mehreren Monaten auf Tage oder sogar Stunden. Serverseitig spielen Container ( Docker) und generell Linux eine immer stärkere Rolle. Diesem Trend kann und will sich auch Microsoft nicht entziehen. Spätestens seit SQL Server for Linux ist klar, dass Microsoft hier mitspielen wird.

  • Unterstützung von Kubernetes
  • Unterstützung von Red Hat open-shift
  • Image-Optimierung für VM- und Container-Deployments auf Core- und Nano-Servern
  • Linux Container direkt auf Windows Host
  • Linux-Tools wie ssh, curl, tar
  • Windows Subsystem for Linux (WSL)

Hyper-Converged Infrastructure (HCI)

Wie bei der Unterstützung hybrider Server Deployments basieren die sichtbaren HCI-Verbesserungen auf dem Windows Admin Center.

  • Verwaltung über zentrale Konsole ab Windows 2016 Server
  • Hybrid Cloud integriert
  • Image-Optimierung für VM- und Container-Deployments auf Core- und Nano-Servern
  • Verbesserte Performance

Windows Server 2019 LTSC und SAC

Der Windows Server 2019 wird im Long Term Servicing Channel oder kurz LTSC veröffentlicht. LTSC-Versionen sind die Basis für traditionelle Applikationen wie Exchange, SQL-Server Oracle und SAP. Fileserver, Printserver, Domain Controller, virtuelle Infrastrukturen und ein Software Defined Datacenter sind weitere Workloads für Server-Versionen aus dem Long Term Servicing Channel.

Windows Server mit aktiver SA können alternativ aus dem Semi-Annual Channel kurz SAC bezogen werden. SAC Versionen enthalten keine grafische Oberfläche und werden üblicherweise im Rahmen von DevOps für Container- und Cloud Apps produktiv genutzt. Die aktuelle SAC Version heißt Windows Server Version 1803. Wir erwarten im September/Oktober die Version Windows Server Version 1809.